Nicolò Giovannini auf der PRIMA 2026: die Zukunft der Papierverpackung
Papierverpackung wird zunehmend zu einer der vielversprechendsten Antworten auf die Nachhaltigkeitsherausforderungen der Verpackungsindustrie. Doch dieses Versprechen in eine industrielle Realität zu verwandeln, erfordert Technologie, Tests und eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Ist Papier wirklich das Verpackungsmaterial der Zukunft?
Die Frage klingt einfach, doch die Antwort ist alles andere als offensichtlich.
Papier ist vertraut, natürlich, recycelbar und spielt in den Nachhaltigkeitsstrategien globaler Marken eine immer wichtigere Rolle. Wenn Papier jedoch in die Welt der leistungsstarken industriellen Verpackung eintritt, besteht die eigentliche Herausforderung nicht einfach darin, ein Material durch ein anderes zu ersetzen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, es zuverlässig funktionieren zu lassen.
Genau hier beginnt eine der relevantesten Diskussionen auf der PRIMA 2026. Die internationale Konferenz für Papier, Fasern, Zellstoff und Verpackung bringt zentrale Akteure der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um zu untersuchen, wie Nachhaltigkeit, industrielle Leistungsfähigkeit und Innovation die Zukunft von Verpackungsmaterialien gestalten können.
Zu den Speakern der Ausgabe 2026 gehört Nicolò Giovannini, Senior Key Account Manager bei Universal Pack, der die Perspektive des Unternehmens auf eine der meistdiskutierten Entwicklungen der Branche einbringen wird: die Paperization von Verpackungen.
Wer ist Nicolò Giovannini?
Nicolò Giovannini ist Senior Key Account Manager bei Universal Pack und betreut dort strategische Kunden sowie internationale Projekte im Bereich der automatischen Verpackung.
In seiner Rolle steht er täglich im Austausch mit sehr konkreten Marktanforderungen: Produktivität, Zuverlässigkeit, Packungsqualität, Dosiergenauigkeit, Abfallreduzierung und Kompatibilität mit zunehmend nachhaltigen Materialien.
Mit anderen Worten: Nicolò arbeitet genau an der Schnittstelle, an der große Branchentrends zu realen, skalierbaren industriellen Lösungen werden müssen.
Denn über Papier in der Verpackung zu sprechen, ist wichtig. Doch zu verstehen, wie sich Papier auf einer Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinie verhält, macht das Thema wirklich entscheidend.

Der Vortrag: „Evolving paper packaging through improved machinability and sealing“
Auf der PRIMA 2026 wird Nicolò Giovannini am Panel mit folgendem Titel teilnehmen:
„Evolving paper packaging through improved machinability and sealing“
Das Thema ist wesentlich für die Zukunft flexibler Verpackungen. Papier muss nicht nur nachhaltig sein. Es muss auch während des gesamten Produktionsprozesses zuverlässig verarbeitet, geformt, gesiegelt, befüllt und gehandhabt werden können.
In der automatischen Verpackung, insbesondere bei Sachets und Stick Packs, muss jedes Material sehr spezifische Anforderungen erfüllen. Es muss reibungslos durch die Maschine laufen, dimensionsstabil bleiben, eine zuverlässige Siegelqualität gewährleisten, das Produkt schützen und eine konstante Endverpackung ermöglichen.
Paperization ist daher nicht nur eine Designentscheidung oder ein Nachhaltigkeitsversprechen. Sie ist ein technischer, industrieller und kooperativer Prozess.
Paperization: nachhaltiges Versprechen oder technologische Herausforderung?
In den letzten Jahren haben viele Marken begonnen, Papier als Alternative zu traditionellen Verpackungsmaterialien zu betrachten. Der Impuls kommt aus verschiedenen Richtungen: bewusstere Verbraucher, strengere Vorschriften, ESG-Ziele, Vorgaben zur Kunststoffreduzierung und die Suche nach Lösungen, die leichter recycelt werden können.
Doch eine Frage bleibt offen: Kann Papier andere Materialien wirklich in jeder Anwendung ersetzen?
Die Antwort ist nicht automatisch ja. Sie hängt vom Produkt, vom Format, von den erforderlichen Barriereeigenschaften, der Haltbarkeit, dem Siegelsystem, der Liniengeschwindigkeit und der Produktionsumgebung ab.
Deshalb erfordert der Übergang zu papierbasierten Verpackungen einen kontinuierlichen Dialog zwischen Materialherstellern, Markeninhabern, Verarbeitern und Maschinenbauern.
Universal Pack trägt zu dieser Diskussion mit der Erfahrung eines Unternehmens bei, das Technologien für Single-Serve-Verpackungen entwickelt und die Variablen kennt, die ein Material im industriellen Maßstab wirklich verarbeitbar machen.
Die zentralen Fragen zur Zukunft der Papierverpackung
Der Beitrag von Nicolò Giovannini auf der PRIMA wird mehrere wichtige Fragen in den Mittelpunkt stellen.
Wann kann eine Papierverpackung als wirklich nachhaltig gelten?
Es reicht nicht aus, nur auf das Material selbst zu schauen. Entscheidend ist der gesamte Lebenszyklus: Recyclingfähigkeit, Produktionseffizienz, entstehende Abfälle und die Fähigkeit der Verpackung, das Produkt angemessen zu schützen.
Ist Papier bereit für Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien?
Die Maschinengängigkeit ist einer der wichtigsten Aspekte. Ein nachhaltiges Material muss während des Verpackungsprozesses auch Stabilität, Genauigkeit und Kontinuität gewährleisten.
Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Leistung ausbalancieren?
Eine Verpackung muss nachhaltiger sein, gleichzeitig aber auch sicher, stabil, funktional und marktreif. Echte Innovation entsteht im Gleichgewicht zwischen diesen Faktoren.
Welche Rolle spielen Maschinenhersteller bei der Paperization?
Maschinen sind kein zweitrangiger Bestandteil dieser Transformation. Sie sind der Punkt, an dem das Material wirklich auf die Probe gestellt wird. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Materialentwicklern und Herstellern von Verpackungstechnologien entscheidend.
Wird die Zukunft nur aus Papier bestehen?
Wahrscheinlich wird die Zukunft nicht durch eine einzige Lösung bestimmt. Sie wird durch intelligentere Materialentscheidungen geprägt sein, abhängig von der jeweiligen Anwendung. Papier wird eine immer wichtigere Rolle spielen, insbesondere dann, wenn es Nachhaltigkeit, Produktschutz und industrielle Leistung miteinander verbinden kann.
Von erklärter Nachhaltigkeit zu realisierbarer Nachhaltigkeit
Die Teilnahme von Universal Pack an der PRIMA bestätigt die Bedeutung eines pragmatischen Ansatzes für nachhaltige Innovation.
Heute kann Verpackung nicht mehr nur anhand des eingesetzten Materials bewertet werden. Sie muss als System betrachtet werden: Material, Maschine, Produkt, Prozess, Logistik, Endanwendung und Recycling.
Nur so kann Nachhaltigkeit von einem Versprechen zu einem messbaren Ergebnis werden.
In diesem Szenario stellt Papier eine der interessantesten Entwicklungsrichtungen für die Industrie dar. Doch um tatsächlich zum Verpackungsmaterial der Zukunft zu werden, muss es eine entscheidende Prüfung bestehen: Es muss bereits heute zuverlässig funktionieren.
Universal Pack auf der PRIMA 2026
Durch die Teilnahme von Nicolò Giovannini bringt Universal Pack seine Erfahrung in der automatischen Verpackung auf die PRIMA 2026 ein und leistet einen Beitrag zur Diskussion darüber, wie innovative Materialien und industrielle Technologien gemeinsam weiterentwickelt werden können.
Paperization ist eine offene Herausforderung. Sie erfordert Forschung, Tests, Zusammenarbeit und kontinuierliche Verbesserung.
Genau in diesem Raum, zwischen Nachhaltigkeit und Leistung, entsteht die Zukunft der Verpackung.
Denn die Verpackung von morgen muss nicht nur nachhaltiger sein. Sie muss auch effizient, skalierbar, sicher und bereit für die Industrie sein.